Die folgenden Tipps wurden von Beth, unserem Etsy Admin aus dem Business Development Team, zusammengefasst:
Wie funktioniert Preissetzung eigentlich? Auf was muss ich achten? Und was sind wichtige Faktoren, die ich nicht ausser Acht lassen darf? Wenn Du Deinen Shop nicht nur als Hobby nebenbei führst, ist es besonders wichtig darauf zu achten, die eigenen Kosten zu decken.
Bei Kosten kann man unter direkten und indirekten unterscheiden:
Direkte Kosten sind unter anderem:
- alle zur Herstellung genutzten Materialien
- Verpackung
- PayPal-Gebühren
- Etsy-Gebühren
Auch wenn Du die Wolle schon seit Jahren hattest oder die Knöpfe von Deinem Nachbarn bekommen hast, haben diese Materialien einen Wert.
Indirekte Kosten könnten Maschinen sein, wie zum Beispiel ein Webstuhl oder gar Beiträge für den Zugang zu einer Dunkelkammer oder einer Werkstatt. Diese Kosten sollten auch mit einbezogen werden.
Wichtig ist, Deine Arbeitszeit nicht zu vergessen. Wie viel Zeit hat Dich das Design und die Herstellung des Produktes gekostet? Auch wenn Du an Deinen Produkten während Deiner Freizeit arbeitest oder auf dem Markt an Deinem Verkaufsstand oder im Bus auf dem Weg ins Büro sitzend häkelst; all das sollte als Arbeitszeit berechnet werden. Vergiss auch nicht die Zeit, die es gekostet hat das Produkt zu fotografieren, es bei Etsy einzustellen und dann später zu verpacken und abzuschicken.
Bei Etsy wird der Versand nicht in den Preis mit einberechnet, sondern separat angegeben. Du bist selbst verantwortlich dafür realistische Lieferkosten anzugeben, die der Käufer bezahlen muss. Vergiss dabei nicht Zusätze für Versicherung, Tracking oder den Versand ins Ausland. (Mehr Informationen zum Thema Versand findest Du hier)
Es ist Deine Entscheidung, wie viel Du für Deine Arbeitszeit berechnen möchtest. Das ist der Lohn, den Du Dir selbst bezahlst. Vor allem wenn Du mit dem Gedanken spielst, Deinen Job für Deinen Etsy-Shop aufzugeben, musst Du Dir sicher sein, dass Du davon leben kannst ; d.h Du solltest Gewinn machen und nicht nur Deine Kosten decken. Du hast es Dir redlich verdient, für Deine Zeit, Aufwand, und Kreativität bezahlt zu werden!
Danielle von den Etsy Labs in Brooklyn berichtet über Ihre Ausbildung an der Kunsthochschule und Ihre Erfahrung als Vollzeit Etsy-Verkäuferin (preciouspups):
“Einer meiner Professoren lehrte uns Preisbildung so: Berechnen Sie, wie viele Stücke Sie am Tag herstellen. Dann setzten Sie ein Gehalt für sich fest und dividieren dieses Gehalt durch die Anzahl der Stücke, die Sie in einem Jahr herstellen können. Viele finden auf diese Weise heraus, dass Sie sich viel zu wenig bezahlen.”
Sobald Du Deine Kosten und Arbeitszeit weißt, kannst Du beginnen über den Preis nachzudenken. Viele Verkäufer haben Ihre eigenen Berechnungen. Gern wollen wir etwas über Deine eigenen Erfahrungen hören. Wir freuen uns auf viele Kommentare!
