Verkäuferhandbuch

Ratschläge und Inspirationen für den Erfolg deines Etsy-Shops

Drei Methoden, mit denen du Anzeigenkampagnen für deine Artikel optimieren kannst

So holst du das meiste aus Etsys neuem hauseigenen Werbe-Tool heraus und steigerst die Aufrufe, Klicks und Verkäufe für deinen Shop.

Von Bowen Slate-Green 02. Sep 2014
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Foto von Roberta Grove

2014 hat Etsy ein neues Tool lanciert, mit dem du deinen Shop und deine Produkte bewerben kannst. Es heißt Gesponserte Produkte. Das Tool erlaubt es Verkäufern, Gebote auf Anzeigen abzugeben, die oben oder im Mittelfeld von Etsys Suchergebnissen erscheinen. Außerdem bietet es eine Reihe verschiedener Möglichkeiten, um deine Anzeigenkampagne individuell anzupassen. Um mehr über diese Plattform zu erfahren, schau dir die Gesponserte Produkte-Seite an und lies diesen Hilfe-Artikel. In diesem Beitrag werden wir zwei Strategien zur Nutzung der Gesponserten Produkte näher untersuchen: Direct-Response-Werbung und Markenwerbung.

1. Direct-Response-Werbung

Diese Methode möchte Käufer dazu bringen, sofort zu handeln, wenn sie deine Anzeige sehen. In den meisten Fällen heißt das: auf eine Anzeige klicken und einen Artikel in deinem Shop kaufen. Bei Direct-Response-Werbung geht es im Wesentlichen darum, Klicks zu erzeugen, Verkäufe zu generieren und umgehend Einnahmen zu erzielen. Daher ist diese Variante für Inhaber von Etsy-Shops in allen Phasen ihres Geschäfts geeignet – von frischgebackenen Shop-Inhabern bis hin zu routinierten Profis.

Angenommen, du besitzt einen Schmuck-Shop. Du hast einen Ring entworfen, dessen Design das Thema Liebe aufnimmt, und der Valentinstag rückt näher. Da jetzt die Hauptsaison für diesen Artikel ist, eignet sich Direct-Response-Werbung hier besonders gut. Um den neuen Ring ins Rampenlicht zu stellen, kannst du ein paar andere Artikel deiner Kampagne für Gesponserte Produkte pausieren und speziell für diesen Ring automatische Gebote aktivieren. Zusammen mit wunderschönen Artikelfotos kann der Ring jetzt rechtzeitig zum Valentinstag Impressionen und Klicks erzielen. Wenn du dich für diese Variante entscheidest, musst du zunächst ein Tagesbudget bestimmen, das für dein Geschäft tragbar ist. Wenn du automatische Gebote für die ausgewählten Artikel einschaltest, erzielst du die meisten Klicks für dein Budget.

Wenn du anstelle automatischer Gebote lieber angepasste Gebote abgeben möchtest, tragen höhere Gebote in der Regel dazu bei, dass Artikel öfter und weiter oben in den Suchergebnissen angezeigt werden. Vielleicht möchtest du ein niedriges Gebot abgeben, um Geld zu sparen. Aber das ist nicht unbedingt sinnvoll. Gebote, die niedriger sind als der vorgeschlagene Betrag, sind mit höchster Wahrscheinlichkeit weniger effektiv und führen zu weniger Klicks. Stattdessen kannst du lieber dein Budget verringern, Artikel pausieren, die du gerade nicht zu bewerben brauchst, und automatische Gebote für die Artikel aktivieren, die du bewerben möchtest. Wenn du einen bestimmten Artikel unbedingt bewerben möchtest (wie diesen Valentinstag-Ring), solltest du erwägen, dafür ein wesentlich höheres Gebot abzugeben als das, was vorgeschlagen wird. So wird dein Artikel in den Suchergebnissen häufiger eingeblendet und bekommt eine bessere Platzierung.

2. Markenwerbung

Diese Strategie eignet sich am besten für Shop-Inhaber, die den Bekanntheitsgrad ihres Shops erhöhen möchten. Wenn du gerade erst einen Shop eröffnet hast oder eine neue Produktlinie oder Shop-Abteilung promoten willst, könnte diese Art der Werbung genau das Richtige für dich sein. Bei Markenwerbung geht es darum, durch häufiges Auftauchen in Suchergebnissen und eine erhöhte Anzahl von Aufrufen auf deinen Shop aufmerksam zu machen.

Während Direct-Response-Werbung in erster Linie auf direkte Verkäufe abzielt, verfolgt Markenwerbung eine Langzeitstrategie, die den Bekanntheitsgrad und Wiedererkennungswert deines Shops fördern soll. Wenn du beispielsweise Lederwaren verkaufst und deine neue Handtaschen-Kollektion für den Herbst bewerben willst, ist Markenwerbung hervorragend dafür geeignet, Käufer auf deine neue Produktlinie aufmerksam zu machen. Du bewirbst jeden Artikel in der Kollektion, aktivierst automatische Gebote und erhöhst dein Budget, damit möglichst viele Impressionen erzielt werden. So werden Käufer auf die neue Kollektion aufmerksam und Interessenten kommen in deinen Shop, um zu sehen, welche anderen tollen Lederprodukte du anbietest.

Die Funktion für automatische Gebote eignet sich ebenfalls hervorragend für Markenwerbung. Damit können mehrere Artikel ganz einfach gleichzeitig beworben werden, während dennoch sichergestellt wird, dass jeder Artikel deinem Budget entsprechend für Klicks optimiert wird. Wenn du merkst, dass bestimmte Artikel mehr Traffic anziehen als andere, kannst du dir überlegen, ob du für diese Produkte automatische Gebote deaktivierst und stattdessen selbst angepasste, hohe Gebote abgibst. Wenn möglich, solltest du ein höheres Gebot abgeben als die durchschnittlichen Kosten pro Klick, damit deine Anzeige auf der ersten Seite der Suchergebnisse erscheint. Mit einem höheren Budget wird dein Shop häufiger in Suchergebnissen angezeigt.

3. Optimierung deiner Kampagne

Ganz gleich, für welchen Ansatz du dich entscheidest: Ganz wichtig ist, dass du die Gebote strategisch planst und deine schönsten Produktfotos verwendest. Indem du ständig von deinen aktiven Gesponserten Produkten lernst, kannst du zukünftige Kampagnen verbessern.

Optimierte Gebote: Um möglichst viele Klicks und Impressionen zu erzielen, konzentriere dich bei deiner Werbung auf wenige Artikel. Ein niedriges Gebot funktioniert weder bei Direct-Response-Werbung noch bei Markenwerbung. Wenn du weniger ausgeben möchtest, dann verringere dein Budget und beschränke dich auf geeignete Gebote für bestimmte Artikel. Mit der Funktion für automatische Gebote kannst du sicherstellen, dass dein Budget richtig eingesetzt wird, da diese Funktion deine Kampagne deinem Budget entsprechend optimiert. Je höher dein Budget, desto höher sind deine Gebote und desto mehr potenzielle Klicks kannst du erzielen. Und nicht zuletzt ersparst du dir auf diese Weise eine Menge Zeit, die du sonst für das manuelle Konfigurieren von Geboten brauchen würdest, insbesondere wenn du sehr viele Artikel bewirbst.

Produktfotografie: Attraktive Fotos können mehr Klicks einholen. Versuche, deine Fotos bei natürlichem Licht so aufzunehmen, dass Verwendungszweck, Größe und Stil des Artikels deutlich werden. Beim letzten Schritt des Einstellungsvorgangs solltest du das Miniaturbild des Artikels so anpassen, dass es sich in Suchergebnissen von seiner besten Seite zeigt und die Blicke von Käufern sofort auf sich zieht. Weitere Foto-Tipps bekommst du im Verkäuferhandbuch-Video Product Photography for Beginners (auf Englisch).

Leistungsbewertung: Geh zum Statistikbereich auf der Verwaltungsseite für Gesponserte Produkte und wähle eine Zeitspanne aus, die du überprüfen möchtest. Hier kannst du sehen, wie viele Impressionen deine Artikel bekommen, auf welche Artikel geklickt wird, wie hoch deine Ausgaben sind und welchen Umsatz deine Kampagne einbringt. Finde heraus, welche Artikel gut und welche nicht so gut abschneiden. Passe deine Kampagne entsprechend an, indem du dein Budget reduzierst oder erhöhst und alle zu niedrigen Gebote entfernst.

Wenn du diese Grundlagen beachtest, kannst du deine Kampagne für Gesponserte Produkte ständig anpassen und weiter verbessern. Bleib bei einer Strategie, achte darauf, welche Artikel gut abschneiden und nimm entsprechende Änderungen vor.

Autor

Bowen Slate-Green from TheSchlockMarket

Bowen Slate-Green ist gebürtiger New Yorker und Literatur-Junkie. Er gehört zu Etsys Product Education Team und hilft, die Community über Veränderungen auf der Website zu informieren.

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