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Red Beanie - Fine Art by Laura Flöter

Meerbusch, North Rhine-Westphalia

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Laura Flöter Red Beanie

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Laura Flöter Red Beanie

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"Kunst für die Welt" - Objektcollagen aus nachhaltigen Materialien für den guten Zweck!

Angefangen habe ich mit relativ naturalistischer Landschaftsmalerei. Nach und nach aber haben sich immer mehr Materialien auf meinen Bildern angesammelt – und auch in meinem Atelier. So bin ich inzwischen bei der Objektcollage angekommen. Die Landschaft ist aber nach wie vor mein Leitmotiv. Bei der Erstellung verwende ich vor allem aleatorische Techniken – also Gießen, Schütten, Tropfen, also Techniken des gelenkten Zufalls.
Noch wichtiger aber ist die Herkunft der verarbeiteten Materialien: WASTE ART! Es handelt sich fast ausschließlich um Fundstücke, Schenkungen oder Erwerbungen vom Trödelmarkt – alle diese Gegenstände hatten also bereits eine Funktion und eine Existenz, bevor ich sie zu einem Bild verarbeitet habe. Meine Entscheidung für diese gebrauchten Materialien leitet sich zum einen aus der Patina her, welche die ursprüngliche Zweckbestimmung an ihnen hinterlassen hat – Kratzer, Abriebe und Verfärbungen, zum Teil starke Beschädigungen. Sie verleihen den Gegenständen eine Individualität, die sie aus der Gleichförmigkeit von überwiegend industriell hergestellten Gütern heraushebt und sich den ökonomischen Prinzipien der seriellen Herstellung widersetzt.
Einen Teil meiner Materialien erhalte ich, wie gesagt, aus Schenkungen. Die meisten Leute überbringen mir ihre Spenden gern persönlich – in letzter Zeit stand aber auch der Paketdienst schon ein paar Mal mit Überraschungspost vor der Tür! Es ist immer wieder spannend, eine solche Kunstspende durchzusehen und zu schauen, was mir jemand eingepackt hat <3

Zugleich verstehe ich das Arbeiten mit diesen gebrauchten Gegenstände aber auch als Reflex auf das Leben in einer Welt, in der die Ressourcen immer schneller immer knapper werden. Wo sich abzeichnet, dass auch die erste Welt sehr bald die Folgen des verschwenderischen Umgangs mit den Rohstoffen unseres Planeten spüren wird, ist es geboten, das, was nicht mehr nützlich scheint, eines zweiten Blicks zu würdigen. Sogar „echter“ Müll kann so zu Material werden! Auf einer Leinwand angeordnet und mit mehreren Farbschichten bedeckt wird er zum künstlerischen Ausdrucksmittel, ohne seine Charakteristika zu verlieren. Als „Kronzeugen“ einer Mentalität des Wegwerfens schärfen gebrauchte Gegenstände den Blick für den Wert, den auch ein altes Spielzeug noch haben kann – wenn man bereit ist, den Blickwinkel zu ändern und es in neuen Zusammenhängen wie zum ersten Mal zu sehen.

Diese "Änderung des Blickwinkels" habe ich gemacht. Schon seit etwa drei Jahren verfolge ich deshalb mit meiner Kunst nicht nur ein ästhetisches, sondern auch ein gesellschaftspolitisches Anliegen. Das kam natürlich nicht einfach so, sondern hatte einen gewissen Anlass ... Irgendwann eines Abends arbeitete ich in meinem Atelier. Eben hatte ich noch Nachrichten im Radio gehört – Menschen, die im Mittelmeer ertrinken, Bürgerkriege, Hungersnöte. Und plötzlich dachte ich: Verdammt, was hab ich für ein Glück, einfach hier in meinem Atelier zu stehen und zu malen, während anderen Leuten Bomben auf den Kopf fallen – Leuten, die auch nichts Böses getan haben. Das Glück, in dem wir Bürgerinnen und Bürger hier in der westlichen Welt leben, ist an und für sich unverdient – das Unglück, dem andere Menschen jeden Tag trotzen müssen, aber auch. Niemand von uns hat sich dazu entschieden. Niemand von uns hat etwas dafür getan. Wir wurden hier geboren, die anderen dort – so einfach ist das, und so ungerecht. Und plötzlich wurde ich so wütend, und ich fühlte mich so hilflos. Ich bin keine Anwältin, ich kann nicht pro bono prozessieren. Ich bin nicht Ärztin, ich kann nicht in den Kongo fliegen und kostenlos die Kranken vor Ort versorgen. Eine Zeitlang dachte ich wirklich, ich kann einfach gar nichts tun. Ich habe oft mit Melanie Phantagrafie, meiner besten Freundin, über dieses Gefühl gesprochen – ich nenne es meine „Weltwut“, diese zornige Ohnmacht angesichts des scheinbar übermächtigen Schrecklichen, das jeden Tag passiert (die große und weniger ichbezogene Schwester des „Weltschmerzes“!). Und im Gespräch sind wir dann plötzlich darauf gekommen – ja, vielleicht kann ich nicht prozessieren oder impfen. Aber ich kann malen. Malen und meine Bilder mit der Welt teilen

So spende ich konsequent zwischen 10 und 30 Prozent meines Verkaufserlöses an Projekte des Tier- und Umweltschutzes. Ich habe das für mich als „Kunst für die Welt“ gelabelt und konnte in diesem Zusammenhang z.B. mehrere Spenden an das Tierheim Meerbusch e.V. realisieren. Vor allem kleine und regionale Programme liegen mir dabei am Herzen.
Und die Rückmeldungen, die ich für dieses Konzept bekomme – die Dankeschöns der „bespendeten“ Organisationen, aber auch die Unterstützung von Freunden, Bekannten und Familie sowie natürlich die anhaltende Großzügigkeit von Kunstspender*innen – bestärken mich jeden Tag in der Überzeugung, dass ich damit den Weg für mich gefunden habe!

Mein FB-Posting – MALEN FÜR DEN GUEN ZWECK – findet ihr unter: https://kurzelinks.de/e94k

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  • Laura Flöter Red Beanie

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    Künstlerin, Rollenspielerin, Freigeist! Ich habe Kunst, Literatur und Philosophie studiert und meine Diss über Fantasy-RPG geschrieben. Ich bin als freie Künstlerin unterwegs und engagiere mich für Artists For Future – mehr in meiner Shop-Geschichte!

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