Ich habe nicht angefangen, politische Kleidung und Accessoires zu entwerfen, weil es im Trend lag oder profitabel war. Ich habe damit angefangen, weil sich Schweigen schwerer anfühlte als sichtbar zu sein.
Als ich das erste Mal mit einem Obama-T-Shirt in der Öffentlichkeit nach Hause kam, rechnete ich nicht mit einer Konfrontation. Doch genau das passierte. Ich geriet in Auseinandersetzungen mit Rechtsextremen, die mir nicht nur widersprachen – sie sagten mir, ich solle wegen meiner Kleidung erschossen werden. Keine geflüsterten Beleidigungen. Kein Augenrollen. Direkte, hasserfüllte Worte, die einschüchtern und zum Schweigen bringen sollten. Solche Momente machen eines ganz deutlich: Kleidung kann Macht haben. Macht genug, um Menschen durch Ideen, Mitgefühl und Fortschritt bedroht zu fühlen.
Diese Momente haben mich nicht zu Hass verhärtet. Sie haben mir vielmehr verdeutlicht, wer ich bin.
Ich wurde auch schon in der Öffentlichkeit ausgelacht, als ich neben meiner Transgender-Freundin unterwegs war – verspottet, angestarrt, behandelt, als wären wir etwas, worüber man sich lustig machen müsste, nur weil wir existieren. Wer behauptet, Diskriminierung gäbe es nicht, hat diese Anspannung, dieses Bewusstsein, dass die eigene Sicherheit plötzlich gegen die Vorurteile anderer abgewogen wird, noch nie gespürt. Solche Momente vergisst man nicht. Sie bleiben einem im Gedächtnis.
Und dennoch habe ich selbst in solchen Momenten immer versucht zu verstehen, woher die Menschen kommen.
Ich bin empathisch. Das heißt nicht, dass ich Hass entschuldige oder akzeptiere. Es bedeutet, dass ich mich in andere hineinversetzen kann und erkenne, dass Angst, Fehlinformationen und Wut oft anerzogen, vererbt oder aus Schmerz geboren werden. Empathie schwächt mich nicht – sie verleiht meiner Botschaft mehr Kraft. Ich schaffe nicht aus Wut allein, sondern aus Verständnis. Aus der Überzeugung heraus, dass Veränderung geschieht, wenn Menschen gezwungen sind, sich mit Ideen auseinanderzusetzen, zu deren Betrachtung sie nie ermutigt wurden.
Daher stammen meine Entwürfe.
Jedes Shirt, jeder Hut und jedes Accessoire, das ich entwerfe, ist ein Statement: Sichtbarkeit ist wichtig, Liebe braucht keine Erlaubnis und politische Meinungsäußerung ist ein Menschenrecht. Meine Kleidung will nicht provozieren, sondern lautstark in einer Welt auftreten, die marginalisierten Menschen ständig sagt, sie sollen leiser, unauffälliger und weniger sichtbar sein.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, zur Zielscheibe zu werden. Ich weiß, wie es sich anfühlt, einen Raum zu betreten und sofort Feindseligkeit zu spüren. Ich weiß aber auch, wie es sich anfühlt, von Fremden Unterstützung zu erfahren, die nicken, lächeln oder leise sagen: „Ich mag dein Hemd.“ Diese Momente sind genauso wichtig. Sie erinnern mich daran, dass es für jede laute Stimme des Hasses unzählige Menschen gibt, die sich gesehen fühlen, weil jemand anderes den Mut hatte, seine Stimme zu erheben.
Mein oberstes Ziel geht über Kleidung hinaus.
Ich möchte, dass diese Marke etwas zurückgibt. Ich möchte Spenden für die LGBTQ+-Community und andere marginalisierte Gruppen sammeln – Menschen, die Unterstützung, Sicherheit, Interessenvertretung und Hoffnung brauchen. Ich möchte, dass meine Arbeit Sichtbarkeit in konkrete Hilfe und Ausdruck in Handeln verwandelt. Wenn ein T-Shirt ein Gespräch anstoßen kann, kann es auch dazu beitragen, ein Frauenhaus zu finanzieren, eine gemeinnützige Organisation zu unterstützen oder jemandem zu zeigen, dass er nicht allein ist.
Das ist für mich eine persönliche Angelegenheit. Und das wird es immer bleiben.
Ich erschaffe, weil ich bedroht wurde.
Ich bin kreativ, weil ich ausgelacht wurde.
Ich erschaffe, weil ich tief liebe.
Ich erschaffe, weil Empathie mein Kompass ist.
Und ich erschaffe, weil sich die Welt nicht verändert, wenn die Menschen es sich bequem machen – sie verändert sich, wenn gewöhnliche Menschen beschließen, sich genau so zu zeigen, wie sie sind, auch wenn es schwerfällt.
Das ist nicht nur Kleidung.
Es ist gelebte Erfahrung.
Es ist Widerstand.
I didn’t start creating political clothing and accessories because it was trendy or profitable. I started because staying silent felt heavier than being seen.
The first time I went home and wore an Obama T-shirt in public, I didn’t expect it to become a confrontation. But it did. I’ve been in arguments with right-wing individuals who didn’t just disagree with me—they told me I should be shot for what I was wearing. Not whispered insults. Not eye-rolls. Direct, hateful words meant to intimidate and silence. Moments like that make something very clear: clothing can be powerful. Powerful enough to make people feel threatened by ideas, compassion, and progress.
Those moments didn’t harden me into hatred. They clarified who I am.
I’ve also been laughed at in public while walking beside my transgender girlfriend—mocked, stared at, treated like we were something to ridicule simply for existing. Anyone who says discrimination isn’t real has never felt that heat, that awareness that your safety is suddenly being weighed against someone else’s prejudice. You remember those moments. They stay with you.
And yet, even in those moments, I’ve always tried to understand where people are coming from.
I’m an empath. That doesn’t mean I excuse hate or accept it. It means I can put myself in someone else’s shoes and recognize that fear, misinformation, and anger are often taught, inherited, or born from pain. Empathy doesn’t make me weaker—it makes my message stronger. I don’t create from rage alone; I create from understanding. From the belief that change happens when people are forced to confront ideas they’ve never been encouraged to consider.
That’s where my designs come from.
Every shirt, hat, and accessory I create is a statement: that visibility matters, that love doesn’t need permission, and that political expression is a human right. My clothing isn’t about provoking for the sake of provoking—it’s about existing loudly in a world that constantly tells marginalized people to be quieter, smaller, and less visible.
I know what it feels like to be targeted. I know what it feels like to walk into a space and immediately sense hostility. I also know what it feels like to be supported by strangers who nod, smile, or quietly say, “I like your shirt.” Those moments matter just as much. They remind me that for every loud voice of hate, there are countless people who feel seen because someone else dared to speak up.
My ultimate goal goes beyond clothing.
I want this brand to give back. I want to help raise money for the LGBTQ+ community and for others who are pushed to the margins—people who need resources, safety, advocacy, and hope. I want my work to turn visibility into tangible support, and expression into action. If a shirt can start a conversation, it can also help fund a shelter, support a nonprofit, or remind someone they aren’t alone.
This is personal for me. It always will be.
I create because I’ve been threatened.
I create because I’ve been laughed at.
I create because I love deeply.
I create because empathy is my compass.
And I create because the world doesn’t change when people stay comfortable—it changes when ordinary people decide to show up exactly as they are, even when it’s hard.
This isn’t just clothing.
It’s lived experience.
It’s resistance.