probably a stupid idea
vermutlich eine dumme Idee
"Turning a hobby into a career" is what people say, but somehow it doesn't really apply to me. I dropped art at school, then did an internship here, an internship there, a bachelor's degree, a master's degree... Everything was loosely about culture and artists, but at the same time it really had very little to do with it.
Then my mom "suddenly" quit and started her own business. In her mid-50s, she realized that her previous jobs had completely stifled her creativity and she wanted to change that. The brushes "from before" were dusted off, furniture was painted and a small shop opened its doors - the Möbelei (www.moebelei.com). I wanted to help, dug out my homepage construction kit knowledge from my teenage years, made a business card with my minimal Photoshop skills and a short time later also took over the decoration buying and sales. And while I was browsing through the shops of the greatest start-ups, small labels and artists, always on the lookout for special little things, I realized: THAT would love to be ME. I want to paint and make things that mean something to other people, that make people smile when they see them or nod their heads because the message behind the picture applies so much to you. In the fall of 2018, I painted a raccoon with a "free hugs" sign as a test, decided that it really did look like a raccoon and just did it with my own pictures. "If not now, when?"
Probably a stupid idea, I probably should have worked in the field of my studies for a few years first. Maybe I should have painted more than one raccoon to make such a decision. But then at an exhibition a group of people turns my postcard stand, laughing loudly, someone chooses a picture and says that it will be the first picture in their own home, or I get a message here on Etsy about how much a best friend, a grandpa, new parents or the kindergarten group were happy to receive a card from me. And then I have the courage to carry on again. Because of you. <3
"das Hobby zum Beruf gemacht", sagt man ja so, passt bei mir aber irgendwie nicht so richtig. In der Schule habe ich Kunst abgewählt, dann Praktikum hier, Praktikum da, Bachelor, Master... Alles hat sich entfernt um Kultur & Künstler:innen gedreht, hatte aber gleichzeitig auch wirklich wenig damit zu tun.
Dann hat meine Mama "plötzlich" hingeschmissen und sich selbstständig gemacht. Mit Mitte 50 hat sie realisiert, dass ihre bisherigen Jobs gänzlich ihre Kreativität erstickt haben und das wollte sie ändern. Die Pinsel "von früher" wurden entstaubt, Möbel angemalt und ein kleiner Laden öffnete seine Türen - die Möbelei (www.moebelei.com). Ich wollte unterstützen, habe meine Homepage-Baukasten-Kenntnisse aus der Teeniezeit ausgegraben, mit meinen minimalen Photoshopskills eine Visitenkarte geklöppelt und kurze Zeit später auch den Dekoein- und Verkauf übernommen. Und während ich bei den tollsten Start-Ups, kleinen Labels und Künstler:innen durch die Shops stöberte, immer auf der Suche nach besonderen Kleinigkeiten, realisierte ich: DAS wäre so gerne ICH. Ich möchte Sachen malen und machen, die anderen was bedeuten, bei deren Anblick geschmunzelt wird oder mit dem Kopf genickt wird, weil die Message hinter dem Bild so sehr auf einen selbst zutrifft. Im Herbst 2018 habe ich dann mal probehalber einen Waschbär mit einem "free hugs" Schild gemalt, entschieden, dass der auch wirklich wie ein Waschbär aussieht und das mit den eigenen Bildern dann einfach gemacht. "Wenn nicht jetzt, wann dann?"
Vermutlich eine dumme Idee, vermutlich hätte ich erstmal ein paar Jahre in dem Feld meines Studiums arbeiten sollen. Vielleicht hätte ich mehr als einen Waschbär malen sollen um so eine Entscheidung zu treffen. Aber dann dreht auf einer Ausstellung eine Gruppe laut lachend an meinem Postkartenständer, ein Mensch entscheidet sich für ein Bild und erzählt, dass es das erste Bild im eigenen Zuhause wird oder ich bekomme hier auf Etsy eine Nachricht, wie doll sich eine beste Freundin, ein Opa, frischgebackene Eltern oder die Kindergartengruppe über eine Karte von mir gefreut haben. Und dann hab ich doch wieder Mut weiterzumachen. Wegen euch. <3