Warum ich Zines liebe
Why I love zines
Ich bin eine queere Cartoonistin, Journalistin und Lehrerin, die Hunderte von Zines erstellt hat.
Ich bin in den 90er-Jahren aufgewachsen, einer Zeit, in der viele fantastische politische und künstlerische Zines herausbrachten. Ich lebte jedoch in einer ziemlich abgelegenen Kleinstadt und habe nie welche gesehen. In der High School fing ich an, kleine Hefte mit meinen Zeichnungen zu kopieren. Ich hatte weder das Wort „Zine“ gehört noch je ein Zine gesehen, aber ich fing an, meine eigenen zu machen, weil ich etwas zu sagen hatte und meine Arbeit teilen wollte. In meinem ersten Studienjahr zeigte mir der Manager des studentischen Cafés auf dem Campus einen Stapel Punk-Zines und half mir, die Comics, die ich selbst kopierte, mit der großen Welt der Zines in Verbindung zu bringen. Seitdem habe ich Zines erstellt, verkauft und getauscht, um meine Gefühle auszudrücken, meine Identität zu erforschen und mich in politischen Bewegungen zu engagieren. 2019 startete ich das Projekt „Year of Zines“, in dem ich ein Jahr lang jeden Tag ein Mini-Zine erstellte! Seitdem betreibe ich einen Zine-Club und verschenke Vorlagen zum Erstellen von Zines, die bereits tausendfach von Menschen auf der ganzen Welt heruntergeladen wurden. Ich liebe es zu sehen, wie andere meine Arbeit adaptieren und darauf aufbauen.
Zines haben mein Leben stark geprägt. Das Erstellen von Zines ermöglicht mir die Zusammenarbeit mit Freunden, die Teilnahme an Protesten und die Auseinandersetzung mit meiner sich ständig wandelnden Identität. Durch Zines verbinde ich mich mit der Welt und finde meinen kleinen Platz darin.
Wohin ich auch gehe, habe ich immer ein paar Zines zum Verschenken dabei. Ich habe schon kostenlose Zine-Workshops in einem kleinen Künstlerkollektiv in Maine, einer Kneipe in Seattle, einem Gefängnis in Oregon, einem Café in Kalifornien und an Universitäten und Bibliotheken weltweit geleitet. Immer wieder habe ich erlebt, wie das Erstellen von Zines Menschen hilft, Gemeinschaft zu finden. Zines schaffen authentische, freudvolle und tiefgründige Verbindungen in einer Gesellschaft, in der Isolation und Einsamkeit weit verbreitet sind.
I’m a queer cartoonist, journalist, and teacher who has made hundreds of zines.
I grew up in the ‘90s, an era when many people were making amazing political and art zines. But I lived in a rather isolated small town and never saw any of them. In high school, I started photocopying little booklets of my drawings. I’d never heard the word “zine” or seen a zine, but I started making my own because I had things to say and wanted to share my work. My first year in college, the manager of the student-run coffee shop on campus showed me a stack of punk zines and helped me connect the comics I was photocopying on my own to the wide world of zines. Ever since then, I’ve made, sold, and traded zines to express my feelings, explore my identity, and engage with political movements. In 2019, I started a project called Year of Zines, where I made a mini-zine every day for a year! Since then, I've run a zine of the month club and given away zine-making templates that have been downloaded thousands of times from people all over the world. I love seeing how other people can adapt my work and build on it.
Zines have been a powerful force in my life. Zine-making is a way to collaborate with friends, participate in protests, and process my ever-changing identity. Zines are how I connect with the world and figure out my own little role in it.
Now, wherever I go, my tote bag includes a few zines to give away. I’ve led free zine workshops at a small-town Maine art collective, a Seattle dive bar, an Oregon prison, a California coffee shop, and at colleges and libraries around the world. I’ve seen, over and over, how zine-making can help people find community with each other. Zines create genuine, joyful, deeply resonant connections in a society where it’s common to feel isolated and alone.