Refugium-Ursprünge
Refugium Origins
„In der Evolutionsökologie ist ein Refugium ein Gebiet, das einer Reliktpopulation einer Art Schutz bietet, die einst weit verbreitet war.“
Für den Ursprung dieses Projekts verfolge ich eine Ankerleine zurück zum Palmyra-Atoll und den vier Monaten, die ich dort vor drei Jahrzehnten gestrandet war.
Das Treibgut, das sich dort an den einsamen Stränden verfing – Flip-Flops und Glühbirnen, Getränkeflaschen, bunte Plastikteile und gläserne Fischerbojen aus längst vergangenen Zeiten der japanischen Flotten – hatte einen starken Einfluss auf meine kleine Welt.
Dies war die vorderste Front der Welle aus Meeresmüll, die wir heute erkennen und deren Eindämmung, Beseitigung und Beendigung unserer Bemühungen wir bekämpfen.
Dass dies falsch war, wurde damals deutlich, und besonders an diesem Ort von atemberaubender Schönheit und großer Abgeschiedenheit.
Aber seltsam und zugleich eindringlich war für mich das Gefühl der Verbundenheit und Seelenverwandtschaft mit diesen kleinen Reisenden, die an derselben Küste wie ich angespült wurden; Dinge, die allein und hilflos über das weglose dunkle Meer reisten. Fragmentiert, sauber geschrubbt, verblasst, abgerundet, gesalzen und verwittert; und schließlich jene besondere Schönheit erlangten, die nur durch Mühe entsteht.
“In evolutionary ecology a Refugium is an area that shelters a relict population of a species was once more widely distributed”
For the origin of this project I trace an anchor line back to Palmyra Atoll, and the 4 months I spent marooned there 3 decades ago.
The flotsam and jetsam that snagged there on the lonely strands of beach- flip flops and lightbulbs, drink bottles, colourful pieces of plastic and glass fishing floats from Japanese fleets long past- held a powerful sway in my small world.
This was the front edge of the wave of marine debris that we now recognize and fight to contain, clean up, and stop creating.
The wrongness of it was evident then, and especially there in a place of staggering beauty and vast isolation.
But weird, and powerful to me was a sense of connection and kinship with these small voyagers washed up on the same shore as myself; things travelling alone and hapless, across the trackless dark sea. Fragmented, scrubbed clean, faded, rounded, salted and weathered; and finally, acquiring that particular beauty that is only made through struggle.